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Dienstag, 21. Juli 2026

13 Jahre seit einer schönen Reise nach Berlin

 

Die Neue Synagoge an der Oranienburger Straße 

Heute ist es 13 Jahre her, dass ich auf eine Reise nach Berlin aufbrach, die bei mir einen sehr grossen Eindruck hinterließ. 

Und irgendwie ist das OMD Lied "So in Love" aus dem Jahre 1985 wohl DAS Lied, dass ich mit der Woche in Berlin. Wohl auch weil ich es einige Tage vor der Reise erst entdeckte. 

Der Tag vor der Abreise war ein ruhiger Samstag, wo auf RTL 2 ein Marathon der Eis am Stiel Filme lief, und ich verbrachte den Tag mit packen und Lieder runter zu laden. Und es war ein sehr, sehr heißer Tag. 

Am nächsten Tag ging es dann wieder früh hoch, und meine Eltern fuhren mich nach Nykøbing, wo der Bus einer tschechischen Buslinie wartete. Es war an dem Tag etwas regnerisch. 

In Berlin angekommen, war es mit dem Regen G"tt sei dank schon vorbei. 

Nach dem Check in ging ich dann etwas spazieren nach Alexa, wo es - weil es Sonntag war - ziemlich leer war. Aber die Fressmeile war geöffnet (oder besser gesagt, einige der Buden waren auf), und ich holte mir Nachos und Eistee bei dem Mexikaner, der damals bei der Fressmeile war. 

Es wirkte ziemlich hypnotisch im leeren Alexa

Irgendwie berauschend 

Die Nachos bei der Fressmeile 

Danach ging ich zurück zum Hotel und hatte ein kleines Nickerchen, wonach ich mich dann auf dem Weg zur Oranienburger Straße machte und dort indisch gegessen habe. Auf dem Weg raus aus dem Restaurant hat mich dann zum ersten Mal in meinem Leben eine Prostituierte angesprochen. Ich sagte nein. 

Danach ging ich durch die Gegend um Unter den Linden - und habe da zum ersten Mal in meinem Leben den Berliner Dom so richtig wahrgenommen. Es dämmerte, und es war sehr berauschend da zu gehen. 





In den darauffolgenden Tagen habe ich dann die Stadt so richtig genossen. 

Aber so gerade der Tag, der am meisten bei mir in Erinnerung blieb, war der Tag, als ich im Theater des Westens eine der letzten Vorstellungen von "Tanz der Vampire" sah. Es kostete zwar 57 Euro, aber Mann, was war es das Wert! 

Im Theater des Westens 

In den Tagen war ich auf hier und da im Internet Café, da es einige Tage gab, wo das Wifi im Hotel nicht wirklich funktionierte - und mein G"tt was waren da viele Israelis! 

Die Zahl der Israelis in Berlin ist aber seitdem ziemlich gefallen. 

Zudem war da ein Tag, wo ich ein Vorstellungsgespräch im dffb, der Filmschule am Sony Center, wo es darum ging, was die von Studenten wollen, was man studieren kann etc. Wie ihr wisst, kam es nie zum Studium dort. Aber das kann sich ja ändern. 

Ein anderes Ereignis passierte ebenso in der Woche. 

Und zwar der Abend, als ich zum ersten Mal in meinem Leben äthiopisch gegessen habe. Es war ein Restaurant irgendwo in Kreuzberg, wenn ich mich recht erinnere. Ich bestellte das Gericht Doro Wott, und es schmeckte wirklich köstlich. Und die Kellnerin sah auch nicht schlecht aus. 

Doro Wott und Injera 

Ein Monat später kam ich dann zum ersten Mal nach Israel, und dort wurde ich dann wirklich süchtig nach äthiopischen Essen. 

Wobei ich dieses Restaurant in Kreuzberg dann zwei Jahre später wieder besuchte - es schmeckte gut, aber beim Äthiopier in Tel Aviv oder in Kopenhagen schmeckte es eindeutig besser. 

Die Woche in Berlin war eine sehr schöne Woche - und war das Highlight des Sommers 2013, direkt nach dem Abitur. 

In der Woche realisierte ich auch, dass ich eine Großstadt Person bin, und auch langsam die Tatsache, dass ich mich nur beim reisen lebendig fühle. Diese Realisation bemerkte ich dann erst einige Monate später auf dem Weg zurück aus Israel. 

Einige Wochen nach der Rückkehr reiste ich dann nach Israel, zu dem Kibbutztrip, der dann platzte. 

Es war sehr schön. Damals wollte ich auch in Berlin leben. Die Meinung änderte sich dann später im selben Jahr

Aber vergessen werde ich nie, wie ich mit der S-Bahn fuhr und auf dem iPod "So in Love" von OMD hörte. 

Zwei Jahre später war ich wieder in Berlin für eine Woche, in den ersten Sommerferien auf der Uni - und die Woche war zwar schön, blieb aber hinter meinen Erwartungen. 

Dennoch würde ich gerne eines einen längeren Aufenthalt in Berlin, oder einer anderen deutschen Stadt machen. 

Und wegen das mit der dffb - ich bin inzwischen angefangen, an mein erstes Drehbuch zu arbeiten. 

Ich hoffe jedenfalls, dass ich sehr bald wieder mehrere solche Reisen machen kann. 

Montag, 12. Dezember 2016

Letztens in Berlin...

Kleine Insta-Kreationen vom verlängerten Wochenende in Berlin:

Kurz vor der Abreise...
Grab eines Cohen am Jüdischen Friedhof Schönhauser Allee, Prenzlauer Berg 
Familiengrab der Beer Familie 
Köstlicher Hummus im Masel Topf an der Rykestrasse 
Die Schönheit des Prenzlauer Bergs
Blume an der Prenzlauer Allee, Prenzlauer Berg
Die Neue Synagoge bei Nacht 
Wasserturm an der Rykestrasse, Prenzlauer Berg 
Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche 
Synagoge Rykestrasse 
Konsumterror bei Alexa 
Bahnhod Prenzlauer Allee
Prenzlauer Berg by night 
Grab von Max Liebermann (Mosche ben Eliezer)
Am Alexanderplatz 
Die mystische Schönheit der Synagoge Rykestrasse 
Pop Art in Berlin Moabit - egal ob nun mit Kim Jong-un....
...einer Burkaträgerin....
...oder Angela Merkel und Erdogan
Berlin Moabit
Grab des Komponisten Giacomo Meyerbeer, neben dem Grab seiner Mutter Amalia Beer
Auf der Rückreise bei Puttgarden
Am Heckeschen Markt...

Mittwoch, 31. August 2016

Mein erstes Mal in Deutschland als Jude

 Letzte Woche fuhr ich zum ersten Mal als Jude nach Deutschland. Ich fuhr mit dem Bus nach Berlin, der mit der Fähre nach Rostock fuhr. Als wir aber in Rostock ankamen zum Zwischenstop dort, sah ich zum ersten Mal in meinem Leben NPD-Wahlplakate. Das war sehr gruselig - dabei war ich schon tausend Mal in Rostock, und habe bisher noch nie NPD-Plakate gesehen.

Das ist nicht gerade das erste was man sehen will wenn man als Jude nach Deutschland einreist...

Die neue Fähre "Berlin" - echt eng und hässlich! 
Gratis Espresso
Ankunft in Warnemünde...
Später - nach einem langen Stau auf der Autobahn - konnte ich endlich Berlin geniessen. 

Kurz vor der Dämmerung im Prenzlauer Berg...
Mitten im Prenzlauer Berg...
S-Bahnhof Prenzlauer Allee
Zwei Wahrzeichen des Prenzlauer Bergs....
Tor zur Synagoge Rykestrasse 
No Comment. 
Der Fernsehturm....
Berliner Dom
Blick zur Neuen Synagoge
Selfie mit der Neuen Synagoge im Hintergrund
Ich freue mich immer bei dem Anblick....
<3
Es war schon ein seltsames Gefühl, zum ersten Mal als Jude vor der Neuen Synagoge zu stehen, nachdem ich das Museum der Synagoge die letzten Jahre immer wieder mit dem Wunsch betreten habe, da eines Tages als Jude einzutreten - was ich am Tag danach auch gemacht habe. Ich habe oft das Gefühl, dass wenn ich da vorbei gehe, dass ich die Orgelmusik hören kann, die damals vor der Kristallnacht da gespielt wurde, als Zeichen der von ihnen als solche betrachtete deutsch-jüdische Symbiose. 




Ich werde nie Müde davon, diese Synagoge zu photographieren. 





Die Dämmerung um der Neuen Synagoge
Die Topographie des Terrors 
Babelsberg 
Sony Center
Torah im Museum der Neuen Synagoge
"Die alte neue Welt" - Propagandafilm der DEFA von 1977 der den Sozialismus als endgültiges Kapitel der Menschheit zeigt
Hört sich gruselig an! 


Unter den Linden 

U-Bahn Märkisches Museum 
Hier und da fühlte ich mich sicher genug, dass ich meine Tzitzit (Schaufäden) rausnehmen konnte. Aber immer wenn ich in eine neue S-Bahn bestieg, habe ich sie aus Sicherheitsgründen wieder reingesteckt. Meine Jarmulke habe ich immer unter dem Hut versteckt - die Jarmulke an sich kann ich nicht einfach in die Tasche stecken, denn da ich mit Tzitzit gehe, würde ich mich inkomplett fühlen wenn ich sie abnehmen würde.

Café der orthodoxen Adass Jisroel Gemeinde
Am Ende der Woche bin ich zum Alten Jüdischen Friedhof gegangen - dies ist der älteste jüdische Friedhof Berlins, und wurde bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts benutzt. 

Denkmal 


Es war ein seltsames Gefühl, da zu gehen - ich hatte schon immer einmal vorgehabt, da mal zu gehen, aber hatte nie so richtig die Zeit dazu...




Grab von Moses Mendelssohn 
"Ehrengrab Land Berlin"
Hinterseite des Grabes 
Überlebt haben nur 16 Grabsteine die NS-Zeit. 

Einige der überlebenden Grabsteine 
Am selben Tag bin ich dann zum Kabbalat Schabbat in der Synagoge Rykestrasse gegangen. Bevor der Schabbat anfing, hatte ich noch die Gelegenheit, einige Photos zu machen vom Frauenbalkon aus:

Rosettenfenster 





Am Schabbatmorgen war mir beim G"ttesdienst fast zum heulen zu Mute, da ich schon immer mal einen G"ttesdienst in Berlin besuchen wollte. Ich war zwar in der selben Synagoge zum Kabbalat Schabbat im Dezember, aber dieses Mal war ich da als Jude! Das war unfassbar. 

Ich bin immer noch in einer so guten Laune dass ich einfach aufspringen möchte und der ganzen Welt verkünden möchte "ICH BIN JUDE!". 

Am Tag danach ging es dann zurück nach Dänemark. 

Tisch auf der Fähre. 
Mein nächstes Mal als Jude in Deutschland wird im Oktober sein, zu Simchat Torah in Flensburg. Ich bin jetzt schon aufgeregt! 

Meine Gedanken zum Anschlag am CSD in Berlin

  Quelle: Bild  Es geschah schon um 22 Uhr Samstagabend, da war der Schabbat noch nicht vorbei. Der endete erst um 22:50. Ich habe daher an ...