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Donnerstag, 30. Juli 2026

Meine Gedanken zum Anschlag am CSD in Berlin

 

Quelle: Bild 

Es geschah schon um 22 Uhr Samstagabend, da war der Schabbat noch nicht vorbei. Der endete erst um 22:50. Ich habe daher an dem Abend überhaupt nichts mitbekommen von dem Grauen, was in Berlin geschah. 

Erst am nächsten Morgen las ich von der schrecklichen Tat. Ein Terroranschlag am CSD. 

CSD steht für Christopher Street Day, benannt nach der Straße in New York, wo die Schwulenbar Stonewall In lag, wo die berühmten Stonewall Riots passierten. An dem Tag in Berlin feiern Schwule, Lesben, Transsexuelle und sogenannte Allies die Vielfalt. 

Und dass passte den 21-jährigen Abdul B. nicht, der dann um 22 Uhr in die Menschenmenge fuhr, und dann in einem Baum reinfuhr und dann verschwand. 

Eine Frau starb, und 31 weitere wurden schwer verletzt. 

Später am Sonntag wurde Abdul B. letztendlich von der Polizei erschossen. 

Ich werde diesen Abschaum nicht nachtrauern. 

Das, was mich wirklich gruselt, ist die Tatsache, dass Abdul B. den Behörden bekannt war, und trotzdem nicht viel gemacht wurde - meiner Meinung nach, jedenfalls. So war er als "gefährdet" eingestuft, hatte schon einen anderen Anschlag geplant, versuchte über den Libanon sich den IS in Syrien anzuschließen, nur um dann nach Deutschland ausgeliefert zu werden um an einen "Deradikalisierungskurs" teilzunehmen. Den hätte er letzten Montag anfangen sollen, aber hatte ja dann am Samstag den Anschlag verübt. Wieso war er auf freien Fuß? 

Ich verstehe es einfach nicht. 

Aber reden wir jetzt über das, was in den Tagen nach dem Anschlag folgte. 

So sagt bei einer Kundgebung einer mir unbekannten Sängerin, sie hätte sich gewünscht, der Täter sei ein "weißer, christlicher Mann", die Veranstalter wollen nicht auf den Täter eingehen, und viele andere Medien und Prominente reden wieder nur primär über "die Gefahr von Rechts". Ja, Rechtsextremismus muss bekämpft werden, aber der Elefant im Raume ist nicht der Rechtsextremismus. 

Und natürlich wurde Abdul B. nach der Tat von der Salafistenszene gefeiert. Natürlich haben Gestallten wie Hanna Hansen suggeriert, es sei ein Inside Job. 

Ich finde das alles sowas von widerlich! 

Und dann auch noch die woke Queere Szene die entweder schweigt oder sagt, "man darf jetzt nicht Islamophobisch werden!" 

Ich selbst habe beim Beschreiben des CSD bewusst nicht das Wort "Queer" benutzt, da dies ein tief ideologischer Begriff geworden ist, der aus ein Schimpfwort für Schwule in den letzten 20 Jahren zu einem "reclaimed" Begriff wurde, aber inzwischen ein Ausdruck für heterosexuelle Leute geworden ist, die sich "Queer" nennen, um sich interessanter zu machen und Aufmerksamkeit zu bekommen. Dies ist auch inklusive den "TransTrenders", die seit 2016 den Begriff "Trans" genommen haben und seitdem alles mit "Trans" zu tun haben muss. Ich benutze noch immer den jetzt angeblich "altmodischen" Begriff "Transsexuelle", um Leute zu beschreiben die tatsächlich im falschen Körper geboren sind und sich einer Geschlechtsangleichung durchzogen haben und einfach nur ihr Leben leben wollen ohne andere zu belästigen. 

Hätte man mir vor 12 Jahren gesagt, dass es in der Zukunft zu mehreren Pride-Veranstaltungen kommen würde wo man mit Flaggen der Hamas oder des Mullahregimes rum wehen würde und wo über "Pinkwashing" gehetzt wird, hätte ich es nur schwer geglaubt. So kannte ich damals schon den Ausdruck Pinkwashing, aber im Laufe der Jahre wurde es schlimmer. Erst nach 2016, dann wieder nach dem 7/10. 

Ich verstehe die Welt nicht mehr. 

Aber gerade diese woken "Queeren", die die meisten dieser Veranstaltungen zum CSD macht etc, wollen den Elefanten im Raum nicht benennen und wollen der Realität nicht ins Auge sehen, da es einfach nicht in ihr Weltbild passt. 

Reden wir mal kurz über die Frau, die während des Anschlags getötet wurde. Sie war für den CSD mit ihrer Tochter aus Warschau angereist. Es hätte ein schöner Abend sein können mit ihrer Tochter. Stattdessen wurde sie an dem Abend aus dem Leben gerissen. 

Möge sie in Frieden ruhen. 

Dienstag, 7. Januar 2025

10 Jahre Charlie Hebdo und Hypercacher

 

"Je suis Charlie" ging um die Welt. 

Heute ist es schon zehn Jahre her, dass der Terroranschlag bei der Redaktion der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo passierte, und die Geiselnahme am koscheren Supermarkt Hypercacher zwei Tage später. 

Die Satirezeitschrift Charlie Hebdo war eine der Publikationen, die im Februar 2006 die Muhammed-Karikaturen von Kurt Westergaard veröffentlichten. 

Im Redaktionsgebäude der Charlie Hebdo waren die Opfer Stéphane Charbonnier, Jean Cabut, Bernard Velhac, Philippe Honoré und Georges Wolinski. 

Im Hypercacher waren die Opfer Yohan Cohen, Yoav Hattab, Philippe Braham und Francois-Michel Saada. 

Ich fasse noch immer nicht, dass das ganze schon zehn Jahre her ist. 

Die Zeit vergeht wirklich schnell, selbst wenn man es nicht merkt. 

Ich erinnere mich noch ganz genau, als das ganze passierte - ich war zuhause und schrieb an einer Arbeit über die Vertreibung der Juden aus dem Irak. Ich konnte es nicht fassen. Und dennoch, überraschte es mich nicht so ganz. 

Im Sommer des Jahres zuvor, 2014, als der Krieg zwischen Israel und der Hamas tobte, spürte man es auch sehr deutlich in Europa. Es kam zu Übergriffen auf Juden und jüdischen Einrichtungen wie Synagogen, Schulen und Museen, und die Übergriffe wurden auch immer schlimmer. Das schlimmste was zu der Zeit in Dänemark passierte, war die Auflösung einer pro-israelischen Demonstration weil die Polizei die Gegendemonstranten als viel zu gefährlich einstufte, und Graffiti auf dem Grundstück der Carolineskolen, der jüdischen Schule. 

Leider muss ich sagen - und das habe ich hier schon recht oft erwähnt - hatte ich dann eine Angst oder Vorahnung, dass etwas schlimmes hier in Kopenhagen passieren würde. Und leider hat sich diese Angst bestätigt - und die Zeit zwischen dem 7. Januar und dem 14. Februar fühlte sich für mich wie eine Ouvertüre an, bis etwas schlimmes in Kopenhagen passieren würde. Ich hatte in diesen Wochen oft Alpträume von solchen Szenarien - oder das plötzlich vermummte Dschihadisten durch Morbærhaven gehen würden. 

Dann kam die Tragödie von Kopenhagen, und nichts mehr war mal so, wie es war. 

Das Cover der Charlie Hebdo am 14. Januar 2015, die Woche nach dem Anschlag 

Die Anschläge wurden im Namen des Islamischen Staats (IS) begangen, der seit dem Sommer 2014 in seiner Hochphase war. 

Damals wurde viel vom IS geredet, auch weil selbst zu dem Zeitpunkt noch viele muslimische Jugendliche aus dem Westen dorthin zogen, entweder um dort zu kämpfen, oder eine Braut eines Dschihadisten zu werden. In der Zeit kannte ich auch mehrere an der Uni, die - obwohl sie es selbst verleugneten - mehr Mitleid mit den Jugendlichen hatten, die vom Westen aus in den Dschihad zogen, als mit den eigentlichen  Opfern des IS. Eines der Begründungen war "sie haben soviel Rassismus hier in Dänemark erfahren, dass sie keinen anderen Ausweg fanden, als in den Dschihad zu ziehen!" 

So ein Schwachsinn! 

Erstens, zu dem Zeitpunkt, wo ein großer Teil von ihnen nach Syrien ging um für den IS zu kämpfen, wusste die Welt schon, was für schreckliche Verbrechen gegen die Menschheit der IS begangen hat. Zweitens, ich bezweifle dass die vielen Konvertiten - viele, die sogar ihre Konversion vor ihrem Umfeld geheim hielten! - ebenfalls ach so viel Rassismus erfahren haben, dass die dann in den Dschihad ziehen. 

Ausserdem, was ist das für eine Logik? "Ich wurde schon so oft rassistisch beleidigt, deswegen gehe ich jetzt nach Syrien, um Ungläubige zu erschießen und eine Jesidin als Sklavin zu kaufen!" 

Seht ihr wie bescheuert diese Argumentation ist?

Und deswegen kann ich das nicht Ernst nehmen. Ich habe damals schon vorhergesehen, dass die Schrecken des IS und die eigentlichen Opfer des IS in Vergessenheit geraten werden, und das in nur wenigen Jahren. Und ich hatte leider recht. 

Die Wenigsten wollen heute noch über diese Zeit reden. Damals fühlte ich mich ziemlich unwohl in Kopenhagen, und dasselbe Gefühl hatte ich dann wieder direkt nach dem 7. Oktober. 

Was soll man dazu sagen?

Ich weis es ehrlich gesagt nicht. 

Nur, das mich jetzt, nach zehn Jahren, nichts wirklich verwundert. 

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Gedanken zum Terror in Berlin

Am Montag kam ich nach Lolland, und lag mich für eine halbe Stunde hin, um ein bisschen runter zu kommen.

Als ich dann wieder aufwache, erfahre ich, dass der russische Botschafter in der Türkei von einem Polizisten vor laufender Kamera erschossen wurde, und dieser danach "Allahu Akbar" rief und in die Kamera sprach. Das Video ist ziemlich verstörend, und nicht wieder aus dem Kopf zu bekommen. Das ist sehr gruselig.

Einige Stunden später sitze ich dann in der Stube auf dem Sofa und schaue Fernsehen. Auf einmal kommt die Eilmeldung, dass es in Berlin einen (vermeintlichen) Terroranschlag gegeben hat, im Stile des Terroranschlages von Nizza im Sommer. Das gruseligste für mich war die Tatsache, dass ich letzte Woche genau an der Stelle war - am Weihnachtsmarkt am Kurfürstendamm. Das war frustrierend. Meine Eltern, die schon im Bett lagen, erfuhren erst eine Stunde später davon und waren erschrocken.

"Der Terror darf nicht siegen!" 
Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ich überrascht bin. Leider nicht. Ich habe schon damit gerechnet, dass es früher oder später in Berlin passieren würde, nachdem es schon in Paris, Brüssel und Nizza passiert ist. Kopenhagen erlebte letztes Jahr im Februar schon einen sehr verstörenden und gruseligen Anschlag, aber ich rechne damit, dass es vielleicht noch einmal passieren würde, im selben Masse wie es in Paris oder Brüssel geschah.

Der 11. September war schon sehr verstörend, und wegweisend dafür, wohin das neue Jahrtausend gehen würde. Wir alle wissen, wo wir an dem Tag waren, und was wir in genau dem Augenblick gemacht haben. Ich weis nicht, wie dieses Jahrtausend sonst verlaufen währe. Gäbe es dennoch eine riesige Welle des Terrors, in dem Masse, wie wir in heute erleben? 

Ich kenne mehrere, die sich weigern, nach Israel zu reisen, aus Angst, Opfer eines Terroranschlages zu werden. Heute aber muss ich sagen, dass wir wohl nirgends sicher mehr sind. Dennoch muss ich sagen, dass ich mich in Israel viel sicherer fühle, als derzeit in Europa, egal ob es nun Deutschland, Dänemark oder Schweden ist. Und nach Frankreich traue ich mich nun auch nicht mehr so recht, nach allem, was in den letzten zwei Jahren da passiert ist, 

Was nun? Was können wir dagegen machen? 

Ich weis es nicht - ich weis nur, dass ich meinen Glauben an das Gute im Menschen weiterführen werde, trotz allen was passiert ist. Vielleicht hört sich das jetzt für manche sehr Naiv an, aber ich kann eben nicht anders. Gewalt ist keine Lösung, und die Leute, die diesen Terror verursachen sind nichts anderes als Hirnlose Faschisten, die ihre Seele, ihre Persönlichkeit und Individualität an eine Menschen verachtende, tödliche Ideologie verkauft haben, um ihren Glauben und Weltanschauung um jeden Preis aufzwingen wollen. Und das nicht nur gegen Juden, Christen, Buddhisten, Jesiden,  Atheisten, Bahais etc, sondern auch den Muslimen (egal ob nun Sunniten oder Schiiten), die sich weigern, ihre Auslegung des Islams auszuleben. 

Ich glaube, dass es noch schlimmer wird im nächsten Jahr. 

Ich wünschte, dem währe nicht so. 

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