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Donnerstag, 26. Februar 2026

Bitte lass den Winter enden....

 

Frederiksberg im Schnee

Ich muss sagen, dieser Winter ist bis jetzt ein sehr kalter gewesen - erst in den letzten Tagen ist es etwas wärmer geworden, was man vor allem am schmelzenden Schnee spüren kann. 

Vor einigen Wochen kam ein sehr großer Schneesturm über Dänemark, der alles schön mit Pulverschnee übergoss. 

Ein eisiger Morgen im Herzen Kopenhagens 

Einige Tage nach dem Schneesturm, auf Østerbro

Einige Tage später reiste ich dann nach Lolland, und was sehe ich, als ich am Bahnhof von Nykøbing Falster aussteige?

Noch mehr Schnee. 

Eine schöne Begrüßung in Nykøbing Falster...

In der Woche auf Lolland hat es zwar auch geschneit, aber G"tt sei dank nicht in demselben Ausmaß wie in Kopenhagen. 

Auf Lolland haben wir den Geburtstag meiner Mutter gefeiert, und es war so gemütlich wie immer. 

Als die Woche vorbei war, hatte ich zuerst einen schönen Tag mit meinen Eltern in Næstved, und von da nahm ich dann den Zug nach Kopenhagen. 

Bilka, das Einkaufszentrum dass ich am meisten mit dem Konzept "Einkaufszentrum" verbinde

Am legendären Bahnhof in Næstved 

Am Bahnhof von Næstved habe ich jedenfalls wieder die Atmosphäre genossen und bin in Erinnerungen geschwelgt; und G"tt sei dank war der Zug nach Kopenhagen nicht überfüllt. 

Der Februar endet ja jetzt dieses Wochenende, und ich hoffe dass ab Sonntag richtiges Frühlingswetter sein wird. Und wenn ich richtiges Frühlingswetter sage, meine ich Sonnenschein und die Möglichkeit, dass die Blumen jetzt endlich richtig blühen können. 

Aber da dass hier ja Skandinavien ist, muss man aber auch beachten, dass März und April hier oben ziemlich unberechenbare Monate sind - am einen Tag kann die Sonne scheinen, am anderen dann regnen, und dann kann es wieder für einen oder zwei Tage schneien. 

Hauptsache mehr Sonne und weniger Regen. 

Dienstag, 17. Februar 2026

Erinnerungen an Albertslund

 

Unter einen Baum in Morbærhaven, am letzten Aprilabend 2015

Ich wohnte, wie ihr wisst, sechs Jahre lang in einer Studentensiedlung in der Kopenhagener Vorstadt Albertslund, genannt Morbærhaven. Ich war da zum ersten Mal Anfang August 2014, mit meinen Eltern, damit wir meine Wohnung besichtigen konnten. Einige Wochen später war ich dann umgezogen. 

Aber hier kommt der Twist: Morbærhaven, und Albertslund an sich, habe ich jedoch erst so richtig im Spätfrühling und Frühsommer 2015 kennengelernt. 

Dämmerung über Morbærhaven, zwei Tage vor meiner semi-spontanen Reise nach Flensburg im Juni 2015 

Ich hatte die ersten Wochen nach dem Umzug mehr zu tun um Kopenhagen an sich zu erforschen - wenn man jetzt einfach mit der S-Bahn in die Kopenhagener Innenstadt fahren kann, muss man das erforschen. Dann war ich für ein verlängertes Wochenende in Hamburg mit meinen Eltern wegen einer Hochzeit, und dann war da die Introwoche am Campus. Und dann fing das Semester an, und ich musste dann bis zum Frühling 2015 so meinen Rhythmus im Alltag finden. 

Erst so die letzten Wochen bevor die Leseferien an sich so richtig anfingen, so Mitte April 2015, hatte ich erst richtig Zeit für anderes, und erforschte dann Morbærhaven und die Umgebung. Und ich hatte dann erstmals lange Spaziergänge zum Park Herstedhøje, wo ein großer künstlich angelegter Hügel ist.

Das erste Mal wo ich jedoch einen längeren Spaziergang in der Richtung machte war jedoch schon Anfang März, die zwei Wochen vor der Klassenfahrt nach Israel mit der Uni. Das war allerdings eher die Ausnahme - auch weil es in der Woche etwas wärmer geworden war, bevor der Frühling dann wieder kühler wurde (sehr passend zum Tod meiner Großmutter).  

Beim ersten längeren Spaziergang im März 2015 




Der Wald wo diese Spaziergänge immer anfingen war Vestskoven, der "West Wald". Der Wald ist auch künstlich angelegt, das merkt man auch daran, dass er ziemlich dünn ist. 

Als ich mit diesen ersten Spaziergang im März fertig war, bin ich dann spontan nach Næstved gereist um Sushi zu essen, auch weil der Tag noch jung war - und weil das Wetter wirklich gut war. 

Aber wie gesagt, dieser Tag war eher eine Ausnahme, und erst ab Mitte April hatte ich mehr Zeit und Energie für die Art von Spaziergängen, wo ich dann vieles endlich mit anderen Augen sah. 

Während der letzten Dämmerung im April 2015 

Der Horizont schreit nur so "Fernweh". 




In der Innenstadt von Albertslund war ich auch einige Male - hauptsächlich zum einkaufen. Jetzt begann ich jedoch da auch dort längere Spaziergänge zu gehen. 

Und ich entdeckte auch andere Wege um in und aus der Innenstadt von Kopenhagen zu kommen - während der Leseferien entdeckte ich den Bus 9A, der nach Glostrup, einer anderen Kopenhagener Vorstadt, fuhr. Die Route war - vor allem im Sommer - sehr gemütlich. Wenn ich den Bus bei Vesterport nahm, fuhr er durch Vesterbro, Frederiksberg, Vanløse und Rødovre, bevor er endlich in Glostrup ankam. In Glostrup nahm ich dann den Bus 141 oder 149 nach Morbærhaven. Das war mal was anderes als ständig nur die S-Bahn zu nehmen. 

Mein erstes Mal beim Bach in der Innenstadt von Albertslund. Am 1. Mai 2015 - direkt nachdem ich mein Fuß verstaucht hatte. 

Aber wie gesagt, ich brauchte wirklich etwas Zeit um mir endlich Zeit zu nehmen Albertslund an sich kennenzulernen. Ich glaube aber auch dass die Trauer um den Tod meiner Großmutter auch was damit zu tun hatte - irgendwann konnte ich nicht mehr nur in der Wohnung rumschmoren und ich musste was anderes sehen ohne all zu weit weg zu sein. 

Und wieder muss ich sagen, dass die Tatsache, dass ich Albertslund erst ein Jahr später kennenlernen konnte, mir erst vor kurzen aufgefallen ist. Auch weil es auch eine Weile dauerte, bis ich Bispebjerg kennenlernen konnte - ich zog im Oktober 2020 um, und lernte die erst im April 2021 richtig kennen. 

Darüber schreibe ich aber ein anderes Mal. 

Dienstag, 8. April 2025

Ein Lebewohl an einen geliebten Kater

 

Misiu ז"ל

Es war Anfang August 2014. Ich war gerade mal zwei Tage zuvor aus Israel zurückgekehrt, und meine Eltern und ich waren nach Albertslund gefahren, um meine erste Studentenwohnung zu besichtigen. Es lag in Morbærhaven, eine Studentensiedlung (ich würde nicht Wohnheim sagen, da die Wohnungen in verschiedenen Gebäuden waren) der am Rande eines kleinen Waldes liegt. Ich war ziemlich aufgeregt, da ich die Wohnung während des Urlaubs in Israel bekommen hatte, und ich hatte gerade zwei Tage zuvor erfahren, dass ich zum Hebräischstudium an der Universität zugelassen war. 

Wir schauten uns also die Wohnung an, und kurz darauf waren wir im Büro der Siedlung, wo ich den Mietvertrag unterschrieb. Gerade in dem Moment kam ein Maine Coon Kater hinein, der dann direkt zum Tresen hinlief und sich sofort auf den Rücken legte, um auf dem Bauch gestreichelt zu werden. 

Einige Wochen später zog ich also dahin. 

Das war Liebe auf dem ersten Blick. 

Das war Misiu, das Maskottchen von Morbærhaven, und das war die ganz offizielle Begrüßung. 

Ich hatte im Laufe der sechs Jahre, wo ich in Morbærhaven wohnte, so viele Begegnungen mit dem kleinen Stubentieger, und es war immer so schön ihn zu sehen. Vor allem wenn ich mit dem Wäschekorb zum Waschzentrum musste, war es immer schön, eine kleine Weile zu stoppen, um ihn zu streicheln. 

Auch als ich Ende 2020 nach Bispebjerg zog, verfolgte ich in der für ihn kreierten Facebookgruppe, wie es um ihn geht. 

Letzte Woche wurde jedoch gesagt, dass er nun, wegen seines fortgeschrittenen Alters nicht mehr essen kann, eingeschläfert werden muss - dass sollte jetzt diesen kommenden Freitag sein. 

Allerdings hatte er letzte Nacht eine Blutung im Hirn, und musste dann schon diesen Morgen eingeschläfert werden. 

Misiu, ich werde dich nie vergessen. 

Du warst ein so guter Kater, ein gutes Maskottchen für Morbærhaven, und der wahrhaftige König. 

Donnerstag, 31. Oktober 2024

Zwei Male in Lyngby

Hier und da bin ich auf einigen Einrichtungen in Kopenhagen, um dort bei Prüfungen aufzupassen, dass die Schüler oder Studenten nicht schummeln. Das mache ich schon seit 2022. 

Am Anfang meiner Reise in diese Welt war ich im Februar 2022 (eine Woche vor den russischen Einmarsch...) bei einem Vorstellungsgespräch bei DTU, der Technischen Universität Dänemarks, in der Kopenhagener Vorstadt Lyngby. 

Hier muss ich sagen, dass ich zu dem Zeitpunkt schon bei ein Prestiges Gymnasium in Kopenhagen schon eine solche Stelle bekam, die allerdings noch nicht in Anspruch nehmen konnte. Das kam erst im Mai. 

Nun denn, ich wachte dann etwas früh auf, um den Bus nach Søborg zu nehmen, um dann von da wieder den Bus nach Lyngby zu nehmen. 

Der Campus von DTU ist schon etwas beeindruckend 

In Lyngby musste ich dann die Augen aufhalten, um sicher zu gehen, dass ich auch an der richtigen Bushaltestelle ausstieg. Ich fand ihn dann, und der Campus lag schon direkt daneben. Es war ein sehr kalter Morgen, und ich machte mich dann auf den Weg nach innen. 

Der verführerisch weite Korridor von DTU Lyngby

Es waren noch zwanzig Minuten oder so bis zum Vorstellungsgespräch in dem Gebäude, also schaute ich mich ein wenig rum, bis ich mich zum Wartezimmer auf den Weg machte. Den Korridor, mit den vielen Malereien an der Wand auf der einen Seite, und einen Blick in den Garten in der Mitte des Gebäuden auf der anderen, fand ich irgendwie unwiderstehlich. 

Kunst. 

Nach einigen Minuten ging ich dann ins Wartezimmer. Es war schon ziemlich merkwürdig; ich wurde dann zum Vorstellungsgespräch gerufen, und das Gespräch lief jedenfalls sehr gut. Die Dame redete so, als würde ich die Stelle definitiv bekommen. 

Naja. 

Nach dem Gespräch ging ich weiter spazieren, und hatte dann einen Tee in der Kantine. 

Eine kleine Erfrischung. 

Der moderne Garten. Im Stile der 60er Jahre. 

Als ich dann wieder raus ging zur Bushaltestelle, war das Wetter auf einmal viel besser geworden, und die Sonne war draussen. 




Nun denn. Aus irgendeinen Grund war ich wirklich nachdenklich geworden bei dem Spaziergang auf dem Campus. Irgendwie freute ich mich schon auf die Aussicht, dort mehr Zeit zu verbringen. 

Ich fuhr dann mit dem Bus zurück nach Bispebjerg und entdeckte dann den Youtube Kanal Bedtime Stories

Schon am nächsten Tag bekam ich dann die Mail von der Dame - ich wurde nicht für die Stelle genommen. Weil ich halt keine Erfahrung hatte - aber naja, wie soll man denn sonnst Erfahrung sammeln? 

Zwei Jahre später war ich dann zurück für ein Vorstellungsgespräch, im März 2024. 

Und ich konnte fast nichts wiedererkennen, da nun mehrere Baustellen auf dem Campus sind. Aber das Gespräch war fast wie das von zwei Jahre zuvor - uuuuuuund ich bekam die Stelle trotz Erfahrung nicht. Aber naja. 

Ich war jedenfalls sehr nachdenklich an dem Tag, während ich am Campus einen Spaziergang hatte. 

Worüber ich gedacht habe, will ich (noch) nicht sagen. 

Hier sind einige Impressionen von dem Tag:




Der Korridor wieder 


Der Campusgarten 

Brutalismus pur 

Eine der vielen Baustellen - hier war zwei Jahre zuvor der Parkplatz und die Bushaltestelle

Fast sowjetische Ästhetik 


Mehr Kunst 

"Atomkraft? Ja danke!"


Hier muss ich dann sagen, dass das Beste an dem Tag waren die Bilder, die ich am Campus gemacht habe. 

Muss dennoch sagen, dass ich mich vielleicht bald wieder auf dem Campus für ein Vorstellungsgespräch finden werde. 

Mittwoch, 7. August 2024

Natasja Saad und der posthume Ruhm

Letzte Woche hatte ich einen Spaziergang auf dem Kopenhagener Assistenzfriedhof, der Kopenhagens Version vom Pariser Pierre la Chaise Friedhof ist, da dort viele Künstler, Politiker und andere Prominente begraben sind. Der Friedhof liegt im Stadtteil Nørrebro, und der Friedhof ist eine richtige ruhige Oase mitten in dem recht problematischen Stadtteil. 

Und voila, ein Grab fiel mir dann auf, obwohl ich eigentlich schon so oft an dem Grab vorbeigegangen bin. 

Natasja Saad, 1974-2007

Ich rede vom Grab der dänisch-sudanesischen Sängerin Natasja Saad. Eine Sängerin, die zu Lebzeiten so gut wie keiner kannte, aber nach ihrem tragischen frühen Tod bei einem Verkehrsunfall im Sommer 2007 auf Jamaika war auf einmal jeder ihr größter Fan, und ihre Musik spielte dann bis zum Sommer 2008 im dänischen Radio. 

Natasja sang im Reggae-Stil, und das sowohl auf dänisch als auch auf englisch, und war zu Lebzeiten wie gesagt eher unbekannt, und bewegte sich eher im Underground, wo Reggae als Nische gehört wurde.  Trotz dessen sang sie auf mehreren Reggae-Festivals, unter anderen auf Jamaika (wo sie als erste Nichtjamaikanerin einen Preis gewann) und Schweden. Aber wie gesagt, trotz dessen, war sie ziemlich unbekannt, und vom Mainstream ignoriert. 

Der Beweis? 

Ihr 2005 erschienenes Debut Album "Release" kam erst zwei Jahre später, nach ihrem Tod, in die Charts, wo es lediglich den 30 Platz erreichte. Die darauffolgenden, posthum erschienen Alben, kamen dann höher - und die Singles verkauften sich sehr, sehr gut. 

Wie gesagt, plötzlich war jeder ihr größter Fan, und die Musik spielte über ein Jahr lang in den Radios. 

Was will ich damit sagen?

Dass ich den ganzen Rummel um Natasja Saad weis G-tt nicht ernst nehmen kann. Ja, sie hatte Talent, und ja, es ist sehr tragisch, dass sie so jung gestorben ist. 

Aber dennoch kann ich es nicht ernst nehmen, dass eine Sängerin, die zu Lebzeiten vom Mainstream nicht beachtet wurde (allerdings glaube ich auch nicht, dass sie die Bestätigung des Mainstreams suchte), erst nach ihren Tod zum Superstar ernannt wurde. 

Es ist etwas, dass mich schon damals störte, und es stört mich noch heute. 

Ein klein wenig, erinnert es mich jetzt auch an etwas, was zwei Jahre nach ihrem Tod passierte - als Michael Jackson im Sommer 2009 plötzlich verstarb. Die riesen Trauer, die danach folgte, konnte ich gut verstehen, allerdings sah ich auch etwas anderes: Ich erinnerte mich an all die Male, wo Michael Jackson vor seinen Tod in den Medien war, war es immer und immer wieder nur um die Skandale, und die ganzen Parodien um ihn und den Ruf als vermeintlicher Kinderschänder - auf einmal taten die Medien so, als sei das alles nie passiert. Ja. 

PS - eines der Lieder, dass nach ihrem Tod am meisten im Radio spielte, war "Gi´ mig Danmark tilbage" ("Gib mir Dänemark zurück") - ich hasste das Lied schon damals, und nachdem ich lernte, dass das Lied mehr oder weniger anti-Polizei ist, hasse ich es noch mehr. 

Dienstag, 2. Juli 2024

Zum ersten Mal in Tivoli seit 12 Jahren

 

Das chinesische Theater 

Letzte Woche war ich als Teil meines Praktikums zum ersten Mal in 12 Jahren in Tivoli, die sehr beliebte Touristenfalle im Herzen von Kopenhagen. Zum vergleich, ich wohne diesen Sommer schon seit 10 Jahren in Kopenhagen, und war bis letzte Woche nicht ein einziges Mal in Tivoli. Mir hat dieser Ort einfach nichts gesagt, und dazu muss ich sagen, dass ich eh immer Bakken in der Vorstadt Klampenborg. 

Das letzte Mal wo ich da war, war ich da mit meinen Eltern, meinen nun seit 8 Jahren verstorbenen Onkel und dessen damaligen sehr unreifen Freundin. Sie war diejenige, die so gerne da rein wollte, obwohl sowohl ich und meine Eltern sagten, dass dieser Ort überbewertet ist. Ich bin nach einer Stunde gegangen und hatte ein schönes Abendessen beim Inder, der damals beim Rathausplatz war. 

Nun denn. 

Das damals, war Abends, im November 2012. 

Aber das letzte Mal, wo ich bei Tageslicht da war, war im Frühsommer 2010, wo mein damaliger Jahrgang eine Woche vor dem letzten Schultag der Grundschule vor den letzten Leseferien einen Ausflug nach Kopenhagen machten. Wir besuchten damals das Rathaus, das Parlament (Folketinget), Marmorkirken, den Schlossplatz und hatten einen Spaziergang bei Strøget, der grossen Einkaufstrasse. 

Und zu aller Letzt, waren wir dann alle in Tivoli. Und...es war eigentlich ein wirklich schöner Tag. Ich fand Tivoli damals schon recht überbewertet, aber wenn man bedenkt, dass dies das letzte Mal war, wo unser Jahrgang zusammen war, bevor wir nach den Sommerferien allesamt getrennte Wege gehen würden, war es wirklich ein besonderer Tag. 

In der Marmorkirche, Frühsommer 2010 



(Und nein, ich habe leider keine erhaltenen Bilder vom eigentlichen Trip nach Tivoli an den Tag - und leider habe ich generell damals nicht so viele Bilder gemacht, das kam erst später) 

Und wie gesagt, es war ein sehr schöner Tag - und das, obwohl es ein recht kühler Tag war, mit bewölkten Himmel. Ein sehr skandinavischer Sommer halt. 

Nach 2012 war ich dann nicht mehr in Tivoli - aber woran ich mich schon recht gut erinnere, ist wie ab 2013 sehr viele Bauarbeiten bei Tivoli waren. Sowohl bei Tivoli selbst, als auch bei der Straße gegenüber. 

Ich bin da oft gegangen, im Winter 2013-2014, und die mehreren Trips nach Kopenhagen bis zum Sommer 2014, und auch kurz nach meinem Umzug im August desselben Jahres. 

Die Arbeiteten waren dann spätestens noch im Sommer 2016 da. 

Im Frühjahr 2014 

Blick zum Tor von Tivoli 

Und jetzt steht dort ein Einkaufskomplex 
Im August 2014. 

Als all diese Arbeiten spätestens im Herbst 2016 vorbei waren, war es schon etwas komisch, dass die ganzen Kräne nicht mehr zu sehen waren - stattdessen wurden die Bauarbeiten dann am Rathausplatz fortgesetzt, bis diese dann 2019 mit der neuen U-Bahn abgeschlossen waren. 


Im August 2016
Nun denn. 

Letzte Woche war ich dann zum ersten Mal seit 2012 in Tivoli, und ich konnte vieles nicht wiedererkennen, wohl auch wegen den ganzen Bauarbeiten, die Mitte der 2010´er durchgeführt wurden. 

Es war komisch, und es hatte auch eine gewisse berauschende Atmosphäre - dennoch merkte ich, dass es eine richtige Touristenfalle ist, und das nicht nur wegen der Anwesen der Touristen selbst, sondern auch wegen den Preisen an den Ständen, Cafés und Restaurants. Sowas ähnliches sehe ich sonnst nur in "Touristen Kopenhagen", wie in Orten wie Nyhavn, wo die Restaurants auch wirklich überteuert sind. 

Dieses Gebäude wurde während der deutschen Besatzungszeit niedergebrannt, und dann wiedererrichtet  

Pfingstrose 

Blick zum Rathaus 

Bei einem Springwasser 

Es war jedenfalls gemütlich - und ich weis jetzt auch, dass ich auch irgendwann nach dem Praktikum einen Ausflug da machen werde, da es viele Orte da gibt, die ich noch nicht (wieder) gesehen habe. 

Dennoch ist es irgendwie komisch daran zu denken, dass ich in all den 10 Jahren, wo ich in Kopenhagen wohne, nicht ein einziges Mal da war - bis letzte Woche. 

Bitte lass den Winter enden....

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