Posts mit dem Label 2018 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 2018 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 26. Dezember 2025

Mein bisher schönstes Chanukka

Da Chanukka nun jetzt auch vorbei ist, dachte ich, schreibe ich mal über mein bis jetzt schönstes Chanukka. Bis jetzt, jedenfalls. 

Das war das Chanukka 2018 beziehungsweise 5779, und hier muss ich wieder sagen dass 5779 eines der besten Jahre überhaupt war. Es war auch das letzte normale Jahr vor der Pandemie. 

Menora im Rathaus von Kopenhagen

Es fing aber schon am Samstagabend vorher für mich an. Ich bin nach der Havdala über Ballerup nach Vanløse, und von Vanløse aus in die Innenstadt gereist, da ich zu einer Pre-Chanukka Feier im Gemeindehaus sollte. Es war ein sehr schöner Abend. 


Dreidel-Schmuck im Gemeindehaus 

Am nächsten Tag bin ich dann spät am Nachmittag wieder in die Stadt gefahren, und habe dann in der Großen Synagoge den Feiertag eingeleitet, und es dann am darauffolgenden Abend wieder gemacht, da an dem Abend die große von Chabad gehaltene Feier am Rathausplatz stattfinden würde. 

Chanukka am Kopenhagener Rathausplatz 

Innerhalb der Großen Synagoge am zweiten Abend Chanukka - das wohl schönste Foto dass ich je in der Synagoge gemacht habe 

Es war ein sehr, sehr schöner Abend am Rathaus, auch als wir drinnen gegessen haben - dieses Mal nicht im Empfangssaal, sondern da wo normalerweise Treffen stattfinden und so. 

Am nächsten Tag reiste ich nach Lolland, weil wir in derselben Woche nach Berlin reisten. Dass dies das zweite Mal in Berlin zu Chanukka sein würde, war mir noch nicht aufgefallen. 

Chrein - sehr schwer in Dänemark zu finden 

Koscheren Großeinkauf. 

Das erste was wir in Berlin machten war der Einkauf im koscheren Supermarkt in Wilmersdorf. Da kauften wir auch einige Gläser Gefilte Fisch - wenn es billiger ist als in Dänemark ist, muss man halt zugreifen.  

Danach machte ich mir einen schönen Tag, nachdem alle unsere Sachen in der Wohnung abgelegt waren. 

Irgendwann fand ich mich wieder am Brandenburger Tor, wo ich zum ersten Mal seit 2013 wieder die große Menora sah. 

Chanukka 5779 am Brandenburger Tor 

Erst da fiel mir auf, wie sehr sich mein Leben seit Chanukka 2013 zum besseren gewendet hatte, und das ich jetzt ein ganz anders Leben lebte, ein Leben, nachdem ich mich gesehnt habe. Und es war sehr schön daran zu denken, dass ich jetzt als Jude da stand. 

Danach machte ich mich auf zur Oranienburger Straße, um dort bei Hummus & Friends zu essen. 

Israelischer Salat 
Dort war auch eine Menora an. 

Die Schamasch war gerade am ausgehen...

Danach ging ich raus und bewunderte wieder die Neue Synagoge. Ich werde wirklich nie müde, diesen Ort zu fotografieren. 



Am Tag darauf war ich wieder da, weil ich eine Ausstellung im Centrum Judaicum besuchte 


In der U-Bahn Station habe ich da auch wieder die Fotos vom Wiederaufbau bewundert. 








Zurück in der Wohnung habe ich dann die Menorot angezündet. 


Am nächsten Tag war ich dann am Fernsehturm, und war dann wie oben erwähnt in der Neuen Synagoge um im Centrum Judaicum eine Ausstellung zu besuchen. Danach fuhr ich zur Topografie des Terrors um eine Ausstellung über die Kristallnacht zu besuchen, die jedoch irgendwie nichtssagend war. 



Ich habe dann noch an dem Nachmittag die Chanukkakerzen angemacht, und machte mich dann auf zur Synagoge Rykestrasse. 


Das Waschbecken 




Kurz vor dem Kabbalat Schabbat wurde dann am Pult mit Kindern die Menora angezündet, und es klang so schön, als alle mit dem Kindern das Maoz Tzur gesungen haben. Allein dieses Erlebnis machte dies zu einen von den Gründen, weswegen ich dieses Chanukka als mein bestes bis jetzt bezeichne. 

Am nächsten Morgen war ich dann zum Morgengebet wieder in der Rykestrasse, und am Abend nach der Havdala habe ich mich dann auf Geschenkejagd zum Kurfürstendamm gemacht. 








Der Anblick vieler Menorot am Kurfürstendamm machte mich so glücklich. 

Am nächsten Tag fuhren wir zurück nach Dänemark - aber am Weg zurück hatten wir einen schönen kurzen Stopp in Wismar. 

Ich war bis zu dem Tag noch nie in Wismar  - ich hatte diese Stadt bisher nur von weitem gesehen. 





Wismar hat irgendwie zu mir durchgedrungen; ich weis nicht wirklich, warum. Als ich dann im darauffolgenden Sommer Murnaus Nosferatu (1922) als Teil einer schriftlichen Prüfung sah, konnte ich mehrere Orte Wismars wiedererkennen. 

Nach ein Paar Stunden in Wismar sind wir jedenfalls wieder weiter nach Puttgarden zur Fähre gefahren. 

Wieso bleibt mir gerade dieses Chanukka so sehr in Erinnerung?

Ich glaube es hat was damit zu tun, weil ich da zum ersten Mal nach sehr langer Zeit wieder mit so gut wie allen in mein Leben zufrieden war, und ich mir einige schlechte Angewohnheiten abgewöhnt hatte. Und auch, weil ich anfing, einigen Leuten langsam den Rücken zu kehren, da deren Gesellschaft mir nicht gut tat. 

Mir ging es jedenfalls sehr gut - und es ist auch eines der Gründe, weshalb ich das Jüdische Jahr 5779 so sehr vermisse. Es war einfach alles gut - und das nicht nur, weil es das letzte normale Jahr war, bevor Corona es alles zerstört hat. 

Mir selbst geht es gerade jetzt fiel besser als zu Anfang diesen (gregorianischen) Jahres. Und ich sehe G"tt sei dank ein Licht am Ende des Tunnels. 

Sonntag, 30. Dezember 2018

Mein VIVA-Moment, vor 7 Jahren #MeinVIVAMoment

Ruhe in Frieden: 1/12 1993 - 31/12 2018 
So, normalerweise würde ich jetzt einen richtigen Jahresrückblick schreiben und einige Bücherrezensionen schreiben, aber leider fällt das dieses Jahr wieder aus, da ich noch an einer wichtigen Prüfungsarbeit schreibe die am 3/1 2019 abgegeben werden muss. Ich hoffe aber nächstes Jahr um diese Zeit es wieder aufzunehmen - und nicht nur das, sondern auch einen Rückblick auf dieses Jahrzehnt schreiben, dass mich von seiner ersten Stunde an geprägt hat.

Aber bis dahin ist da ja noch ein Jahr.

Nun denn, der Hauptgrund für diesen Beitrag ist die Einstellung des Musiksenders VIVA, der morgen um 13 Uhr eingestellt wird. In den letzten Wochen lief da ein Countdown von 2018 bis 1993, wo er auf Sendung ging. Es war sehr seltsam das zu sehen, wenn man bedenkt dass der Sender eigentlich immer da war. Hier und da haben die Moderatoren dazu aufgerufen, unseren VIVA-Moment zu teilen.



Und das mache ich jetzt.

Aber zuerst werde ich am 1/1 2011 erzählen. Da wurde MTV Deutschland nämlich Pay TV, und VIVA nahm da seinen Platz ein. Das war komisch, irgendwie.

VIVA lief danach immer bei mir im Hintergrund, wenn nichts anderes im Fernsehen war. Die Musik dieser Zeit - wie sie es heute noch, 7 Jahre danach ist - nicht sehr gut. Obwohl, einige der Lieder verbinde ich jetzt mit meiner Gymnasialzeit. Aber das war´s dann auch schon.

Dann kam ein ganz besonderer Abend, entweder später November oder früher Dezember 2011: ich sass an meinem Schreibtisch an meinen Hausaufgaben, während VIVA im Hintergrund die aktuellen Charts spielte, so kurz bevor Comedy Central anfing. Die meiste Musik war, wie gesagt, nicht sehr gut. Einfach nur seelenloser Dancepop.

Aber dann kam die neue Nummer 1: "Video Games" von Lana Del Rey.



Das Lied war so anders, viel mehr autentischer als der andere Mist der so auf VIVA lief. In dem Moment wurde ich ein Fan von Lana Del Rey, und im Februar 2012 kaufte ich mir dann ihr Debutalbum Born to Die, dass noch heute eines meiner Lieblingsalben ist.

Das ist also mein VIVA-Moment.

Ich werde den Moment nie vergessen, vor 7 Jahren.

Danke VIVA. 

Montag, 1. Januar 2018

Zurück nach langer Pause - 2018!

Wie ihr wohl bemerkt habt, habe ich mehrere Monate lang hier nicht geschrieben. Es geschah sehr viel, und konnte mich nicht wirklich um meine Hobbies kümmern.

Ich habe an meinem Bachelor gearbeitet. Ich hatte zwei Perioden mit Schreibblockade, und immer wenn ich etwas anderes getan habe anstatt zu schreiben, bekam ich ein schlechtes Gewissen.

Neben dem schreiben bekam ich zuletzt ein weiteres Problem, mit dem ich nicht wirklich gerechnet hatte. Eines Morgens wachte ich auf, und mein Fernseher ging nicht. Das lag daran, weil derzeit mein Block renoviert wird. Ein riesiges Stativ wurde um das Gebäude gebaut, dass das Signal meiner Antenne blockierte.

Und nicht nur das, auch die Klimaanlage wurde niedergedreht.

Also war es in meiner Wohnung Still, und Kalt.

Letztendlich fühlte ich mich befreit, als ich endlich meinen Bachelor abgeschickt habe.

Daraufhin war ich über die Weihnachtstage bei meinen Eltern auf Lolland. Aber nicht bevor meine Schlüssel ausgewechselt wurden. Da bekam ich dann auch eine Beschreibung, was mich demnächst erwartet: ungefähr die Hälfte meiner Wohnung muss geräumt werden, damit die Handwerker es richtig renovieren können.

Danach war ich dann für eine Nacht zurück in meiner Wohnung, um noch einige Dinge zu ordnen. Zu Silvester war ich dann bei meinem besten Freund, und heute wurde ich dann von meinen Eltern geholt, damit wir den Rest der Räumung erledigen konnten.

Wir haben nun also die Wohnung geräumt nach den erwünschten Beschreibungen und Anforderungen.

Da ist nur ein Problem:

Die letzte Phase der Renovierung dauert ein Monat - und es ist somit total unmöglich dort zu wohnen!

Ich bin zwar jetzt auf Lolland und fahre demnächst in den Urlaub nach Israel, aber nicht jeder hat das Glück, für den Monat irgendwo anders unterzukommen!

Ich finde ehrlich gesagt, das ganze ist eine Schweinerei.

Aber was kann man machen?

Wie es von oben aus nun aussieht
Und ich kann nun wirklich nicht fassen, dass es nun wirklich 2018 ist. Diesen Monat fahre ich demnächst für 14 Tage nach Israel, und ich freue mich riesig. 

Und irgendwie finde ich es schade dass ich in den letzten Tagen wegen dem Stress es nicht geschafft habe, einen Jahresrückblick zu schreiben und Buchempfehlungen zu schreiben. 

Vielleicht hohle ich dass in den nächsten Tagen hier nach.

Ein Licht am Ende des Tunnels ist in Sicht, und wie sehr ich unter Fernweh leide

  Ja, dieses Foto aus dem Juli 2014, als meine Eltern und ich in Kopenhagen ankamen auf den Weg nach Israel via Istanbul, stellt für mich je...