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| Die Neue Synagoge an der Oranienburger Straße |
Heute ist es 13 Jahre her, dass ich auf eine Reise nach Berlin aufbrach, die bei mir einen sehr grossen Eindruck hinterließ.
Und irgendwie ist das OMD Lied "So in Love" aus dem Jahre 1985 wohl DAS Lied, dass ich mit der Woche in Berlin. Wohl auch weil ich es einige Tage vor der Reise erst entdeckte.
Der Tag vor der Abreise war ein ruhiger Samstag, wo auf RTL 2 ein Marathon der Eis am Stiel Filme lief, und ich verbrachte den Tag mit packen und Lieder runter zu laden. Und es war ein sehr, sehr heißer Tag.
Am nächsten Tag ging es dann wieder früh hoch, und meine Eltern fuhren mich nach Nykøbing, wo der Bus einer tschechischen Buslinie wartete. Es war an dem Tag etwas regnerisch.
In Berlin angekommen, war es mit dem Regen G"tt sei dank schon vorbei.
Nach dem Check in ging ich dann etwas spazieren nach Alexa, wo es - weil es Sonntag war - ziemlich leer war. Aber die Fressmeile war geöffnet (oder besser gesagt, einige der Buden waren auf), und ich holte mir Nachos und Eistee bei dem Mexikaner, der damals bei der Fressmeile war.
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| Es wirkte ziemlich hypnotisch im leeren Alexa |
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| Irgendwie berauschend |
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| Die Nachos bei der Fressmeile |
Danach ging ich zurück zum Hotel und hatte ein kleines Nickerchen, wonach ich mich dann auf dem Weg zur Oranienburger Straße machte und dort indisch gegessen habe. Auf dem Weg raus aus dem Restaurant hat mich dann zum ersten Mal in meinem Leben eine Prostituierte angesprochen. Ich sagte nein.
Danach ging ich durch die Gegend um Unter den Linden - und habe da zum ersten Mal in meinem Leben den Berliner Dom so richtig wahrgenommen. Es dämmerte, und es war sehr berauschend da zu gehen.
In den darauffolgenden Tagen habe ich dann die Stadt so richtig genossen.
Aber so gerade der Tag, der am meisten bei mir in Erinnerung blieb, war der Tag, als ich im Theater des Westens eine der letzten Vorstellungen von "Tanz der Vampire" sah. Es kostete zwar 57 Euro, aber Mann, was war es das Wert!
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| Im Theater des Westens |
In den Tagen war ich auf hier und da im Internet Café, da es einige Tage gab, wo das Wifi im Hotel nicht wirklich funktionierte - und mein G"tt was waren da viele Israelis!
Die Zahl der Israelis in Berlin ist aber seitdem ziemlich gefallen.
Zudem war da ein Tag, wo ich ein Vorstellungsgespräch im dffb, der Filmschule am Sony Center, wo es darum ging, was die von Studenten wollen, was man studieren kann etc. Wie ihr wisst, kam es nie zum Studium dort. Aber das kann sich ja ändern.
Ein anderes Ereignis passierte ebenso in der Woche.
Und zwar der Abend, als ich zum ersten Mal in meinem Leben äthiopisch gegessen habe. Es war ein Restaurant irgendwo in Kreuzberg, wenn ich mich recht erinnere. Ich bestellte das Gericht Doro Wott, und es schmeckte wirklich köstlich. Und die Kellnerin sah auch nicht schlecht aus.
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| Doro Wott und Injera |
Ein Monat später kam ich dann zum ersten Mal nach Israel, und dort wurde ich dann wirklich süchtig nach äthiopischen Essen.
Wobei ich dieses Restaurant in Kreuzberg dann zwei Jahre später wieder besuchte - es schmeckte gut, aber beim Äthiopier in Tel Aviv oder in Kopenhagen schmeckte es eindeutig besser.
Die Woche in Berlin war eine sehr schöne Woche - und war das Highlight des Sommers 2013, direkt nach dem Abitur.
In der Woche realisierte ich auch, dass ich eine Großstadt Person bin, und auch langsam die Tatsache, dass ich mich nur beim reisen lebendig fühle. Diese Realisation bemerkte ich dann erst einige Monate später auf dem Weg zurück aus Israel.
Einige Wochen nach der Rückkehr reiste ich dann nach Israel, zu dem Kibbutztrip, der dann platzte.
Es war sehr schön. Damals wollte ich auch in Berlin leben. Die Meinung änderte sich dann
später im selben Jahr.
Aber vergessen werde ich nie, wie ich mit der S-Bahn fuhr und auf dem iPod "So in Love" von OMD hörte.
Zwei Jahre später war ich wieder in Berlin für eine Woche, in den ersten Sommerferien auf der Uni - und die Woche war zwar schön, blieb aber hinter meinen Erwartungen.
Dennoch würde ich gerne eines einen längeren Aufenthalt in Berlin, oder einer anderen deutschen Stadt machen.
Und wegen das mit der dffb - ich bin inzwischen angefangen, an mein erstes Drehbuch zu arbeiten.
Ich hoffe jedenfalls, dass ich sehr bald wieder mehrere solche Reisen machen kann.
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