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Samstag, 28. Dezember 2013

FILMKRITIK: Once Were Warriors (Neuseeland 1994) (10/10)

Alternative Titel: Die letzte Kriegerin

Regie: Lee Tamahori
Drehbuch: Riwia Brown, nach einem Roman von Alan Duff
Produktion: Robin Scholes
Musik: Murray Grindlay, Murray McNab
Darsteller: Rena Owen, Temuera Morrison, Mamaengaroa Kerr-Bell, Julian Arahanga, Taongaroa Emile, Mere Boynton, Rachael Morris Jr, Cliff Curtis, Joseph Kairau, Pete Smith, Shannon Williams, Calvin Tuteao, Ray Bishop, Ian Mune, Ray Pollock, Jessica Wilcox, Israel Williams, Riwia Brown, Fran Vivaere

Handlung:
Beth (Rena Owen) und Jake Heke (Temuera Morrison) sind seit 18 Jahren verheiratet, haben fünf Kinder, und leben in einer Vorstadt zu Auckland. Jake ist arbeitslos, und geht oft in die lokale Kneipe, und hält oft nächtliche Sauforgien im Familienhaus - und prügelt Beth oft hier und da. Egal wie oft er sie und die Kinder demütigt, Beth hält zu ihm. Beth´s Freundin Mavis (Mere Boynton) ist oft eine richtige Hilfe für sie; Tochter Grace (Mamaengaroa Kerr-Bell) schreibt oft in ihrem Tagebuch, oder geht zu ihrem obdachlosen Freund Dooley (Pete Smith), um der Realität zuhause zu entfliehen. Als Sohn Boogie (Taongaroa Emile) der Familie weggenommen wird und Jake sich weigert, etwas am Lebensstil zu verändern, passiert etwas schreckliches.

Review:
Ich muss wirklich sagen, dass "Once Were Warriors" einer der besten Filme aller Zeiten ist. Es ist lange her dass ich einen Film gesehen habe, der so brutal und gleichzeitig so realistisch ist wie der hier! Es ist schwer zusammenzufassen, wie man den Film so beschreiben soll. Der Film basiert sich auf einem Roman des neuseeländischen Maori-Autors Alan Duff, der bisher drei Bücher dieser Reihe veröffentlichte. Die Fortsetzung zum zweiten Roman, "What becomes of the brokenhearted?", kam 1999 in die Kinos. Ich weis jetzt schon, dass ich die Romane im Laufe des kommenden Jahres lesen muss. ICH MUSS.

Im Stile und vom Soundtrack her erinnert der Film an andere Filme der 90´er, wie die späteren Saint Clara und Fucking Åmål. Der Soundtrack besteht meistens aus 90´er Jahre typischers Hard- und Indierock, mit einer gewissen Ausnahme, dem Reggae-Song "What´s the Time Mr Wolf" (totaler Ohrwurm....) von Southside of Bombay. Die Bilder, die hier gezeigt werden (oder die Kulisse) wirken sehr trostlos und beinahe post-apokalyptisch, wie in den bereits genannten Filmen die später im selben Jahrzehnt kommen.

Zu den Darstellern: oh mein G-tt, wo soll ich anfangen? Rena Owen ist fantastisch in ihrer extrem starken Rolle. Sie ist eines der absoluten Highlights unter den Darstellern. Das zweite Highlight ist definitiv Temuera Morrison - er wurde ein Kultstar nach diesen Film. Mere Boynton ist auch sehr gut, auch die sehr junge Mamaengaroa Kerr-Bell als Tochter Grace. Cliff Curtis ist auch gut in seiner kleinen Rolle.

Screenshots:

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