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Dienstag, 17. Februar 2026

Erinnerungen an Albertslund

 

Unter einen Baum in Morbærhaven, am letzten Aprilabend 2015

Ich wohnte, wie ihr wisst, sechs Jahre lang in einer Studentensiedlung in der Kopenhagener Vorstadt Albertslund, genannt Morbærhaven. Ich war da zum ersten Mal Anfang August 2014, mit meinen Eltern, damit wir meine Wohnung besichtigen konnten. Einige Wochen später war ich dann umgezogen. 

Aber hier kommt der Twist: Morbærhaven, und Albertslund an sich, habe ich jedoch erst so richtig im Spätfrühling und Frühsommer 2015 kennengelernt. 

Dämmerung über Morbærhaven, zwei Tage vor meiner semi-spontanen Reise nach Flensburg im Juni 2015 

Ich hatte die ersten Wochen nach dem Umzug mehr zu tun um Kopenhagen an sich zu erforschen - wenn man jetzt einfach mit der S-Bahn in die Kopenhagener Innenstadt fahren kann, muss man das erforschen. Dann war ich für ein verlängertes Wochenende in Hamburg mit meinen Eltern wegen einer Hochzeit, und dann war da die Introwoche am Campus. Und dann fing das Semester an, und ich musste dann bis zum Frühling 2015 so meinen Rhythmus im Alltag finden. 

Erst so die letzten Wochen bevor die Leseferien an sich so richtig anfingen, so Mitte April 2015, hatte ich erst richtig Zeit für anderes, und erforschte dann Morbærhaven und die Umgebung. Und ich hatte dann erstmals lange Spaziergänge zum Park Herstedhøje, wo ein großer künstlich angelegter Hügel ist.

Das erste Mal wo ich jedoch einen längeren Spaziergang in der Richtung machte war jedoch schon Anfang März, die zwei Wochen vor der Klassenfahrt nach Israel mit der Uni. Das war allerdings eher die Ausnahme - auch weil es in der Woche etwas wärmer geworden war, bevor der Frühling dann wieder kühler wurde (sehr passend zum Tod meiner Großmutter).  

Beim ersten längeren Spaziergang im März 2015 




Der Wald wo diese Spaziergänge immer anfingen war Vestskoven, der "West Wald". Der Wald ist auch künstlich angelegt, das merkt man auch daran, dass er ziemlich dünn ist. 

Als ich mit diesen ersten Spaziergang im März fertig war, bin ich dann spontan nach Næstved gereist um Sushi zu essen, auch weil der Tag noch jung war - und weil das Wetter wirklich gut war. 

Aber wie gesagt, dieser Tag war eher eine Ausnahme, und erst ab Mitte April hatte ich mehr Zeit und Energie für die Art von Spaziergängen, wo ich dann vieles endlich mit anderen Augen sah. 

Während der letzten Dämmerung im April 2015 

Der Horizont schreit nur so "Fernweh". 




In der Innenstadt von Albertslund war ich auch einige Male - hauptsächlich zum einkaufen. Jetzt begann ich jedoch da auch dort längere Spaziergänge zu gehen. 

Und ich entdeckte auch andere Wege um in und aus der Innenstadt von Kopenhagen zu kommen - während der Leseferien entdeckte ich den Bus 9A, der nach Glostrup, einer anderen Kopenhagener Vorstadt, fuhr. Die Route war - vor allem im Sommer - sehr gemütlich. Wenn ich den Bus bei Vesterport nahm, fuhr er durch Vesterbro, Frederiksberg, Vanløse und Rødovre, bevor er endlich in Glostrup ankam. In Glostrup nahm ich dann den Bus 141 oder 149 nach Morbærhaven. Das war mal was anderes als ständig nur die S-Bahn zu nehmen. 

Mein erstes Mal beim Bach in der Innenstadt von Albertslund. Am 1. Mai 2015 - direkt nachdem ich mein Fuß verstaucht hatte. 

Aber wie gesagt, ich brauchte wirklich etwas Zeit um mir endlich Zeit zu nehmen Albertslund an sich kennenzulernen. Ich glaube aber auch dass die Trauer um den Tod meiner Großmutter auch was damit zu tun hatte - irgendwann konnte ich nicht mehr nur in der Wohnung rumschmoren und ich musste was anderes sehen ohne all zu weit weg zu sein. 

Und wieder muss ich sagen, dass die Tatsache, dass ich Albertslund erst ein Jahr später kennenlernen konnte, mir erst vor kurzen aufgefallen ist. Auch weil es auch eine Weile dauerte, bis ich Bispebjerg kennenlernen konnte - ich zog im Oktober 2020 um, und lernte die erst im April 2021 richtig kennen. 

Darüber schreibe ich aber ein anderes Mal. 

Freitag, 25. Juni 2021

Eine einfache Zugfahrt im Juli 2015

Es war im Juli 2015. Da waren noch einige Wochen bis ich nach Israel sollte, aber bis dahin sollten noch einige Dinge erledigt werden. Meine Eltern waren zu dem Zeitpunkt noch in der Türkei, und ich war deshalb noch auf Lolland um auf Chang und das Haus aufzupassen, aber ich sollte noch meinen kleinen Koffer mit den grossen Koffer umtauschen und meine Schekelmünzen abholen. Dann war da ein Tag, wo ich mit zwei Freundinnen nach Albertslund fuhr, damit ich die Koffer umtauschen konnte und die Münzen holen konnte. 

Das war ein schöner Tag - und ich erinnere mich noch sehr gerne daran. Nachdem wir den Koffer holten, holten wir uns eine Pizza und aßen sie dann beim See hinter der Pizzeria. Dann ging es zurück nach Lolland. 

Der See an dem Abend war sehr schön berauschend, und die Wolken schreiten nur so von Fernweh. 

Ich glaube, dass war dann auch das letzte Mal, dass ich unten am dem See war. 

Und ach ja, dann sahen wir auch noch Schwäne und Enten am See. 


Zurück auf Lolland bemerkte ich jedoch, dass ich die Münzen vergessen hatte. Das musste also noch nachgeholt werden - allerdings erst nachdem meine Eltern zurückgekommen waren. 

Dann kam der Tag also - an sich nichts besonderes. Der Tag fing recht sonnig an, aber es wurde dann dunkler und dunkler. Mir fiel dann allerdings auf - der Zug in Richtung Kopenhagen fuhr nicht die Linie, die er normalerweise fährt. Nachdem der Zug in Næstved war, fuhr er auf einmal in eine andere Richtung als geradeaus. Und dann war der Zug in Næstved Nord, und von da aus fuhr es dann über die Linie über Køge. Er fuhr durch sehr schöne Wälder. Hier und da war es noch ein wenig sonnig, und ich sah die Sonnenstrahlen durch die Blätter leuchten. 

Irgendwann hielt der Zug dann in Høje Taastrup an, und ich konnte weiter mit der S-Bahn nach Albertslund. Da war die Uhr allerdings schon 16. Ich holte mir dann erst ein Baguette in der Innenstadt, fuhr dann zu meiner Wohnung mit dem Bus und habe da erstmal gegessen. Erst dann nahm ich dann die Münzen, und ich ging dann zurück zur Bushaltestelle. Es war zudem ein sehr seltsames Gefühl, einen ganzen Monat lang nicht in der Wohnung gewesen zu sein. 

Das alte Morbærhaven, bevor im Jahr darauf viele Bäume gefällt wurden 

Im Zug zurück nach Lolland atmete ich dann endlich auf. 

 

In Næstved Nord 



Es war wieder dieselbe Rute wie auf den Weg dahin. Ich dachte in den Stunden nur noch auf die kommenden Wochen in Israel, und plante, was ich so sehen wollte. 

Gleichzeitig musste ich in dem Moment an alle die Sachen denken, die in dem Jahr passiert waren bis zu dem Moment - es war wirklich viel. Es ist jetzt, sechs Jahre später, seltsam daran zu denken, wie viele Eindrücke und Erlebnisse ich in dieser Zeit hatte, nachdem ich nach Kopenhagen gezogen war. 

Das einzige was ich jetzt kann, ist zurückdenken.

Mittwoch, 30. September 2015

Lange her!

 Wow, ist das lange her dass ich gebloggt habe!

Naja, das letzte Mal war kurz vor meiner Abreise nach Israel letzten Juli. Ich war drei Wochen in Israel, und die Zeit war ein fantastischer Abschluss meiner Sommerferien. Ich währe gerne länger geblieben, allerdings musste ich am 18. August meine Prüfung in Wissenschaftstheorie schreiben, dafür hatte ich eine Woche. Inzwischen habe ich erfahren, dass ich die Prüfung bestanden habe und nun nie wieder in meinem Leben mit Wissenschaftstheorie belästigt werde.

Als ich dann endlich wieder nach Kopenhagen zurückkehrte, hatte ich dasselbe Gefühl wie damals bei meinem Umzug im August letzten Jahres.

Es ist schon ein seltsames Gefühl dass ich jetzt schon ein Jahr hier wohne, und wieder muss ich feststellen (auch weil ich eine lange Zeit im Sommer auf Lolland war), dass ich nichts von meinem Leben auf Lolland vermisse.

Nun war auch wieder Rosch Haschana, Jom Kippur und derzeit ist es Succot. Und kurz nach Simchat Torah habe ich Herbstferien, und da fahre ich endlich wieder für eine Woche nach Flensburg - ich kann es kaum noch erwarten!

Inzwischen ist nun auch wieder die Rede über eine neue Studienreise nach Israel, vielleicht im Februar. Ich hoffe dass es was wird, wie letzten März!

Hier nun einige Eindrücke aus Israel:

Yafo Strasse in Jerusalem - bemerke die arabischen Frauen vor dem koscheren Eiscafé - so viel zur Apartheidsanklage
Schöne Balkons an der Yafo Strasse
Russisch-Orthodoxes Patriarchat in Jerusalem
Die Schönheit der Negev
Die Türen vor dem Russisch-Orthodoxen Patriarchat in Jerusalem
Yafo Strasse
Orientalische Architektur in der Yafo Strasse
Beeindruckende Architektur im Yad Vashem Museum
Brücke zum Holocaustmuseum, Yad Vashem
Blick von Yad Vashem nach Mevasseret Zion - ich liebe diesen Blick, besonders der Wasserturm fällt immer gut auf
Eingang zur Halle der Kinder, Yad Vashem
Yafo Strasse, wieder
Die Mauern zur Altstadt, Jerusalem
Blick zum Felsendom
Weiterer Blick zum Felsendom
Busch in Caesarea
Negev
Blick zur al-Aqsa Moschee
Die Klagemauer, der schönste Ort auf Erden
Weiterer Blick von Yad Vashem nach Mevasseret Zion
Blick von Yad Vashem nach Mevasseret Zion
Ich liebe diese Aussicht. 
Denkmal im Garten von Yad Vashem
Mamila
Teppiche in der Jerusalemer Altstadt 
Zwischen Mamila und der Altstadt
Der Wasserturm...
Minaret in der Jerusalemer Altstadt 
Mauer der Altstadt 
Blick vom Friedhof am Ölberg zum Garten Gethsemane
Die Mauern der Altstadt - nahe der Klagemauer
Wieder vor dem Mauern zur Altstadt
Im christlichen Stadtteil der Altstadt
Altstadt
Wieder Altstadt
Der Blick ist magisch
Nahe dem Grab Davids
Nahe dem Grab Davids
Jerusalem
Der jüdische Friedhof auf dem Ölberg
Ich liebe diesen Ort
Ein kleines Fenster
Russisch-Orthodoxe Kirche im Garten Gethsemane
Ausblick nahe Gethsemane
Or Akiva
Baum in Caesarea
Ich habe noch viele andere Bilder, die sind jedoch auf meinem anderen Computer. 

Ich muss derzeit auch noch viel von meinem Monat in Israel im letzten Jahr denken, kurz vor meinem Umzug, das war wirklich ein Lebens-ändernder Monat! Auch der Tag am Taksim-Platz auf der Rückreise, wo ich dann endlich die Bestätigung zu meinem Studium bekam. 

Kony 2012 - was war das?

Ja, ich erinnere mich noch sehr gut an den Frühling 2012 Es war im Frühjahr 2012, da schickte eine Freundin von mir ein Video, mit der Besch...